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Der Fuss

Der Fuss ist das Gelenk im ganzen Körper welches am meisten belastet wird. Ein Mensch legt im Laufe seines Lebens im Schnitt über 100 000 km zurück. In aufrechter Position werden alle Belastungen auf den Körper mit den Füssen abgefedert. Somit wird rasch klar, dass die Mobilität eines Menschen zu einem grossen Teil von der Gesundheit seiner Füße abhängt.

Schmerzen am Fuss gehen oft auf Verletzungen und/oder Überbelastung zurück. Bei jüngeren Menschen überwiegen die verletzungsbedingten Fussprobleme. Bei Sportlern führen Verletzungen und Überbelastung meistens zu Fussschmerzen, während bei älteren Menschen Fussschmerzen oft auf Abnutzungserscheinungen zurückzuführen sind.

Oftmals verursachen Störungen am Fuß oder Sprunggelenk zudem Beschwerden an anderen Gelenken (z.B. Knie- oder Hüftgelenk, Kreuz- Darmbeingelenk oder Zwischenwirbelgelenke).
 

Behandlung von Fussbeschwerden

Üblicherweise wird bei Fußbeschwerden zuerst versucht, diese konservativ zu behandeln. Bei anhaltenden Beschwerden wie bspw. Schmerzen oder deutlichen Fehlstellungen des Fußes kann eine operative Korrektur indiziert sein - auch um Folgeschäden zu vermeiden.

Behandlung des Sprunggelenks

Ist eine konservative Behandlung des Sprunggelenks nicht erfolgreich verlaufen, so kann eine Operation notwendig werden.

Sprunggelenkarthroskopie
Ein minimalinvasiver Eingriff. Hierbei werden z.B. etwaige freie Gelenkkörper entfernt.
Band- oder Sehnenoperation
Kommt es zu einem Riss der Bänder oder Sehnen am Sprunggelenk, so kann es notwendig sein, diese operativ zu refixieren oder rekonstruieren, um langfristige Schäden an der Knorpelfläche zu verhindern.
Bandoperation
Kommt es zum Riss der Bänder am Sprunggelenk, so kann es notwendig sein, diese operativ zu refixieren oder rekonstruieren, um langfristige Schäden an den Knorpelflächen zu verhindern.
Umstellungsoperation
Bei Fehlbelastungen des Sprunggelenks kann eine Änderung der Belastungsachsen bspw. durch die operative Entnahme eines Knochenkeils bewirkt werden. Auch dies kann Spätschäden vorbeugen.
Sprunggelenksarthrodese
Das Sprunggelenk wird versteift, um die Schmerzen zu beseitigen.


Behandlung eines Hallux Valgus

Die primär konservative Behandlung sollte auf das Schuhwerk des Patienten abzielen. Bequeme Schuhe mit genügend Zehenspielraum und flachen Absätzen sind empfehlenswert. Eine Druckentlastung des Großzehenballens ist durch eine seitliche Ausweitung des Schuhoberleders möglich. Regelmäßige Fußpflege, Fußpolster, abstützende Einlagen, Nachtlagerungsschienen, häufiges Barfußlaufen, Fuß- und Zehengymnastik mit Abspreizübungen für die Großzehe und Stärkung der intrinsischen Fußmuskulatur, lokale symptomatische Maßnahmen im Falle einer entzündlichen Bursitis oder eine Verabreichung von NSAR können alleine oder in Kombination hilfreich sein. Oftmals wird eine Linderung der Beschwerden erzielen, ein Fortschreiten der Deformität kann meist aber nicht verhindert werden.

Bei dauerhaften Schmerzen und Problemen beim Gehen, kann eine Operation des Hallux Valgus nötig sein. Die zu den anderen Zehen geneigte Großzehe wird dabei in ihre anatomisch korrekte Position gebracht. Hierbei wird zunächst durch einen Eingriff an der Gelenkkapsel des Großzehengrundgelenks die spätere Beweglichkeit sichergestellt. Danach wird die Knochenachse des Mittelfußknochens und der Großzehe korrigiert. Hierzu wird der Mittefußknochen durchtrennt und anschließend in korrigierter Stellung mit Schrauben fixiert. Es folgt das Abtragen der charakteristischen Schwellung oberhalb des Großzehengelenks und das Verschließen von Gelenkkapsel und des Operationsschnittes.

Behandlung des Hallux rigidus

Der Hallux rigidus beschreibt die schmerzhafte, meist durch eine Arthrose bedingte Einsteifung des Großzehengrundgelenkes.
Allgemeine konservative Maßnahmen können durch eine funktions- und fachgerechte Anpassung von Einlagen mit Sohlenversteifung ergänzt werden. In erster Linie wird dabei das Ziel verfolgt, die Abrollbewegung in der terminalen Belastungsphase des Fußes zu reduzieren.
Bei Versagen der konservativen Maßnahmen kann operiert werden. Meist erfolgt eine Arthrodese (Versteifung) des Großzehengrundgelenkes, aber auch weitere Verfahren stehen befundabhängig zur Verfügung. Meistens reicht eine Abtragung der störenden Knochenvorsprünge. Selten ist eine Arthrodese (Versteifung) des Grosszehengrundgelenkes nötig. Der Fußchirurg wird den Patienten in diesem Falle fachspezifisch beraten.

Bei dauerhaften Schmerzen und Problemen beim Gehen, kann eine Operation des Hallux Valgus nötig sein. Die zu den anderen Zehen geneigte Großzehe wird dabei in ihre anatomisch korrekte Position gebracht. Hierbei wird zunächst durch einen Eingriff an der Gelenkkapsel des Großzehengrundgelenks die spätere Beweglichkeit sichergestellt. Danach wird die Knochenachse des Mittelfußknochens und der Großzehe korrigiert. Hierzu wird der Mittefußknochen durchtrennt und anschließend in korrigierter Stellung mit Schrauben fixiert. Es folgt das Abtragen der charakteristischen Schwellung oberhalb des Großzehengelenks und das Verschließen von Gelenkkapsel und des Operationsschnittes.

Behandlung des Hallux rigidus

Das Spektrum der Fußoperation am Zeh reicht von der operativen Behandlung eines eingewachsenen Nagels bis zur Korrektur von Zehenfehlstellungen. Diese sind häufig erworbener Natur, bspw. durch das Tragen zu engen Schuhwerks oder entstammen einer familiären Veranlagung.

Operation des Mittelfußes

Häufigste Notwendigkeit für eine Operation am Mittelfuß ist der komplizierte Bruch. Hierbei werden die Knochenfragmente in ihre anatomisch korrekte Lage gebracht und meist mit Schrauben fixiert. Bei Trümmerfrakturen mit vielen Fragmenten kommen auch Platten zum Einsatz.

Heilungsdauer nach einer Fuß-OP

Je nach Art der Operation dauert eine Heilung zwischen zwei Wochen und einem Jahr.
Schloss Aarhof
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